Google Earth

Google kaufte im Jahr 2004 dem US-Unternehmen "Keyhole Corp." die Rechte an der Software "Keyhole" ab und benannte sie in "Google Earth" um. Seit 2006 ist Google Earth auch für Mac und Linux erhältlich.

 

Versionen


Google Earth


Google Earth ist eine kostenlose Basisversion der Software. Neben der einfachen Navigation auf dem Globus wurden eine Suchfunktion und ein Messwerkzeug integriert. Über ein Auswahlmenü lassen sich die unterschiedlichsten Kartenschichten ein- und ausblenden, weiterhin eigene Punktkoordinaten abspeichern. Seit Version 4.0.2735 unterstützt das Programm die Darstellung von Texturen auf 3D-Modellen. Es gibt eine Winterversion (Alpenpanorama) in der Zeit vom 10. Dezember 2011 bis zum 25. April 2012.

Google Earth Plus


Google Earth Plus ist eine kostenpflichtige Version (20 US-Dollar jährlich) mit erweiterten Funktionen gegenüber der Basisversion.

Folgende Funktionen sind zusätzlich verfügbar:

  • GPS-Integration – liest Wegstrecken und Wegpunkte von GPS-Geräten (mit Zusatztool auch in der Basisversion verfügbar[1])
  • höhere Auflösung beim Druck möglich
  • Erstellung von Gebäuden möglich

Mit dem Erscheinen der Programmversion 5.0 stellt Google die Version Google Earth Plus ein, da die kostenlose Grundversion alleine schon die GPS-Integration bringt und somit die Vorteile von Plus zu gering wären. Die bisher erworbenen Abos laufen aus. Bisherigen Earth-Plus-Inhabern bietet Google einen Umstieg auf Google Earth Pro für einmalig 99 US-Dollar (danach 400 US-Dollar) an.

 

Google Earth Pro


Google Earth Pro, eine kostenpflichtige Version (400 US-Dollar jährlich) für professionelle Zwecke, unterstützt weitere Module wie etwa einen Movie-Maker.

Unterstützt wird der Import der Formaten MapInfo .TAB, ESRI Shapefile, US Census Tiger Line Files (RT1) und MicroStation DGN.

Zur Preispolitik von Google: Während Google Earth pro in den ersten Jahren noch an fünf Arbeitsplätzen installiert werden konnte, war die Lizenz im Jahr 2011 nur mehr für zwei Computer gültig. Bei der 2012er Erneuerung der GEpro-Lizenz wird auf der Website angegeben, dass die Installation nur an einem Gerät möglich sei; nach dem Erwerb erfährt man allerdings, dass mit dem vergebenen Schlüssel an zwei PCs gearbeitet werden kann.

Die Welt ist nicht genug...

Funktionen

Google Sky

Ab der Version 4.2 wurde die Funktion Google Sky eingeführt. Mit dieser Funktion ist es möglich, virtuell durch das Weltall zu reisen. Diese Bilder sind unter anderem vom Hubble-Weltraumteleskop aufgenommen. Auch die Bilddaten von Sky sind über eine Webanwendung im Browser verfügbar.

Flugsimulator

Mit einer zunächst versteckten (erst seit Version 5.0 auch über das Menü erreichbaren) Funktion (Easteregg) kann man Google Earth auch als Flugsimulator nutzen.[3]

Gigapixel-Bilder

Mit Version 4.2 können auch Bilder mit einer Auflösung im Gigapixel-Bereich in Google Earth eingebunden werden.[4]

Street View

Seit Version 4.3 sind die in Google Maps bekannten Rundumsichten aus den Straßen einiger Gebiete, genannt Street View, auch in Google Earth erreichbar.

Sonnenstandsfunktion

Ebenfalls seit Version 4.3 verfügt Google Earth über eine Funktion, die das Sonnenlicht auf der Erdoberfläche zu einem frei wählbaren Zeitpunkt simuliert. So kann ein beliebiger Ort bei Tag, Nacht und in der Dämmerung angezeigt werden. Das Geländemodell sowie 3D-Modelle werden in die Berechnung miteinbezogen, so dass z. B. auch Schattenhänge in engen Tälern dargestellt werden. Der Sonnenauf- und Untergang ist auch als Animation abspielbar.

Google Ocean

Seit Version 5.0 ist es durch die Google-Ocean-Funktion möglich, Unterwasserreliefs in 3D-Ansicht zu betrachten. Per Video kann man Informationen über die Vegetation des gerade betrachteten Abschnitts erhalten oder sich über in der Nähe befindliche Schiffswracks informieren.[5]

Zeitreisenfunktion

Ebenfalls lassen sich seit Version 5.0 einzelne Gebiete, wie zum Beispiel New York City, so betrachten, wie sie zu einem bestimmten Zeitpunkt aussahen. Diesen kann man auf einer Zeitleiste bestimmen. Das wird durch historische Luft- und Satellitenbilder möglich, die über die Google-Earth-Oberfläche gelegt werden.

Google Mars

Auch der Mars lässt sich seit Version 5.0 virtuell betrachten. Zwar reicht die Schärfe der Satellitenfotos bei Weitem nicht an die der Erde heran, doch an markanten Stellen, wie zum Beispiel an der mächtigsten Erhebung des Mars, dem Olympus Mons, bleiben die Fotos beim Heranzoomen bis auf ca. 2000 m Sichthöhe scharf. Auch kann man per Klick auf entsprechende Symbole auf der Marsoberfläche Informationen zu den Forschungsprojekten erhalten, die dort stattfinden bzw. stattgefunden haben. Mittels der Fotos welche von den Mars Exploration Rover, Spirit und Opportunity aufgenommen wurden können einzelne Gebiete auf dem Mars in 360-Grad-Panoramabildern aus der Beobachterperspektive dargestellt werden. Dieselbe Technik wird auch bei Google Streetview verwendet. Die Satellitenaufnahmen des Mars sind ebenso über den Browser erreichbar.

Google Moon

Zum 40-jährigen Jubiläum der Mondlandung von Apollo 11 wurde Google Moon zur Verfügung gestellt, womit nun auch der Mond virtuell besucht werden kann. Auch dies ist über eine Website möglich.

Niederschlagsfunktion

Seit Version 5.2 ist es möglich, durch die Wetterdaten erstellten virtuellen Niederschlag zu beobachten. Dabei sind neben Regen und Schnee auch Stürme möglich. Kritisiert wird, dass die Daten zum Teil nicht mit den örtlichen Prognosen übereinstimmen.